Kein Backup, kein Mitleid! Datensicherung mit NAS und externer Festplatte

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Derzeit werden wir als Datenschutzbeauftrage oft gefragt, wie aus unserer Sicht ein gutes Backup funktioniert, damit Schadprogramme wie Ransomware, Trojaner, (Makro) Virus & Co. im Ernstfall keinen allzu großen Schaden anrichten können. Diese Frage ist gar nicht so leicht zu beantworten, da es immer einer individuellen Betrachtung der IT-Systeme bedarf, die es zu sichern gilt.

Für große IT-Umgebungen sind oftmals sehr aufwendige Backupkonzepte und Technologien notwendig. Deshalb beschränken wir uns hier auf einfache Datensicherung (Backup) von kleineren Unternehmen bis 10 Arbeitsplätze mit einer simplen Strategie. Backupstrategien gibt es derlei viele. Eine der am meisten verwendeten Vorgehensweisen ist dabei das Generationenprinzip, dass wir auch für unsere eigenen Datensicherungen verwenden. Sehr gut beschrieben ist das Verfahren auch im Videobeitrag von Cyberdine. Im Beispiel auf dem verlinkten Wikipedia Artikel werden dazu verschiedene Speichermedien verwendet. Beim Einsatz eines redundanten NAS-Systems kann man bei geeigneter Ausstattung auch mit zwei Festplatten im NAS plus einem zusätzlichen Sicherungsmedium als Rettungsdatenträger, der außer Haus gelagert werden sollte, sehr gut auskommen.

In unserem Praxiseinsatz hat sich die folgende sehr einfache Vorgehensweise  gut bewährt. Vollsicherung, danach 5 inkrementelle Sicherungen und wieder eine Vollsicherung usw.. Nach 5 Wochen kann man dann die älteste Sicherung wieder löschen oder überschreiben, falls der Platz zu knapp wird. Jeweils die aktuellste Vollsicherung wird nochmals zur Sicherheit auf eine externe Festplatte wegkopiert und an einem zweiten Ort gelagert und dann wöchentlich wieder überschrieben. Möglich wäre auch die Auslagerung einer verschlüsselten Kopie in einen zuverlässigen Cloud-Speicher. In unserem Betrieb haben sich besonders die NAS-System von Synology (DiskStation) sehr bewährt. So waren Sie auch vom Laien einfach einzurichten und verrichten ihren Dienst zuverlässig seit nunmehr fast zwei Jahren ausfallfrei. Verwenden Sie bitte Festplatten, die für den Einsatz in einer NAS für den Dauerbetrieb ausgelegt sind. Als Sicherungssoftware verwenden wir hauptsächlich die kostenlose Backupsoftware von Veeam und für Testzwecke auch Acronis True Image 2018. Für die Langzeitarchivierung oder wenn es notwendig ist, sehr lange auf gesicherte Daten zuzugreifen, ist die dargestellte Vorgehensweise vermutlich nicht geeignet. Aber für eine schnelle und einfache Sicherung für den Normalanwender allemal. Vergessen Sie bitte auch nicht Datensicherungen testweise wieder herzustellen, damit Ihnen unliebsame Überraschungen mit defekten Sicherungen erspart bleiben.

Externe Festplatten helfen, wenn der Betrieb eines NAS zu kompliziert wird

Für den privaten Gebrauch, das kleine Büro oder das Homeoffice haben sich auch die externen Festplatten von Western Digital aus der Ultra Serie bei uns bestens bewährt. Diese werden in führenden Computermagazinen regelmäßig mit sehr gut bewertet und können genau so wie ein NAS System zur Datensicherung (Sicherungssoftware dabei) und darüber hinaus zum geschützten (verschlüsselt mit Kennwort gesichert) Datentransport verwendet werden. Wir empfehlen aber immer den Einsatz von zwei Festplatten zur redundanten Sicherung.

Weitere unterstützende Hinweis zum Datenschutz finden Sie in diesen Beiträgen: