Business Continuity Management (BCM)
Business-Continuity-Management nach NIS-2 einfach erklärt
Die NIS-2-Richtlinie fordert mehr Sicherheit und stabile Abläufe. Viele Unternehmen müssen zeigen, dass sie ihren Betrieb auch bei Störungen weiterführen können. Das BSI liefert Hinweise, wie ein Business Continuity Management aufgebaut wird. Die Richtlinie nennt kein eigenes BCM. Sie verlangt aber Maßnahmen, die einem BCMS entsprechen. Dazu gehören Notfallplanung, Krisenmanagement und schnelle Wiederherstellung des Betriebs. Unternehmen müssen Risiken erkennen und zeitkritische Abläufe bestimmen. Rechtsgrundlage ist Artikel 21 Absatz 2 Buchstabe c.
Bedeutung für Unternehmen
Ein Betrieb ohne BCM reagiert langsam und unsicher auf Ausfälle. Das führt zu langen Unterbrechungen und hohen Kosten. Ein geordnetes BCM schützt Abläufe und verbessert die Erfüllung der NIS-2-Pflichten. Stromausfälle oder Ausfälle der IT lassen sich damit besser abfangen.
So reagieren Unternehmen richtig
Ein BCMS können Sie schrittweise aufbauen. Das Modell aus dem BSI-Standard 200-4 unterstützt den Einstieg. Unternehmen können mit wenig Aufwand starten und später erweitern.
Wichtige Schritte:
- Zeitkritische Abläufe erfassen
- Risiken prüfen
- Notfallpläne schreiben und testen
- Rollen festlegen
- Backups prüfen und Wiederherstellung testen
- Kommunikationswege für Notfälle festlegen
Praxisbeispiel:
Ein Logistikbetrieb erkennt das Lagerverwaltungssystem als kritischen Prozess. Das Unternehmen erstellt einen Notfallplan und führt einen Test durch. Dabei zeigt sich, dass ein Backup fehlt. Nach der Korrektur gelingt die Wiederherstellung deutlich schneller.
Unsere Empfehlung:
Ein geordnetes BCMS stärkt den Betrieb und schafft Klarheit bei der NIS-2-Umsetzung. Starten Sie mit einer einfachen Analyse und nutzen Sie die Hilfsmittel des BSI.
Die Datenschutz-Agentur bietet Sicherheitsberatungen an. Sie unterstützt Organisationen dabei, Schwachstellen zu erkennen, Prozesse zu verbessern und technische wie organisatorische Maßnahmen angemessen umzusetzen. Dabei orientiert sie sich auch an der DIN 27076, die speziell kleine und mittlere Unternehmen bei der Einführung eines wirksamen IT-Sicherheitsniveaus unterstützt. Bei Fragen zu Prävention, Vorfallsmanagement oder Risikoanalysen stehen wir gerne beratend zur Verfügung.
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