Management von Cyber-Risiken durch das Management

183

Damit Cyber-Sicherheit zur Chefsache werden kann, ist auch bei der Unternehmensleitung ein Grundverständnis für die Risiken im Bereich Informationssicherheit gefordert. Nur so können diese die potenziellen wirtschaftlichen Schäden durch Cyber-Vorfälle informiert bewerten und über die Validität von IT-Sicherheitsstrategien entscheiden. Genau an diese Zielgruppe richtet sich das jetzt für den deutschen Markt überarbeitete Handbuch „Management von Cyber-Risiken“ der US-amerikanischen Internet SecurityAlliance. Darin werden fünf grundlegende Prinzipien formuliert, die Vorstände und Aufsichtsräte bei der Betrachtung von Cyber-Risiken unterstützen, ergänzt durch mehrere Anhänge u.a. mit Ressourcen des BSI für die Wirtschaft. Die Inhalte sind dabei nicht allein für börsennotierte Unternehmen relevant. Auch mittelständische Unternehmen können die dargestellten Grundprinzipien als Leitfaden für die Bewertung von Cyber-Risiken und den verantwortlichen Umgang mit diesen nutzen.

Die Handbuch basiert auf dem „Cyber Risk Oversight Handbook“, das von der US-amerikanischen Internet Security Alliance (ISA) im Auftrag der National Association of Corporate Directors (NACDNational Association of Corporate Directors) entwickelt wurde. In Workshops und in enger Zusammenarbeit aller Beteiligten, darunter die Allianz für Cyber-Sicherheit des BSI und der Versicherer AIG, wurde das Handbuch in der vorliegenden Version erstmals ins Deutsche übertragen und an deutsche bzw. europäische Rahmenbedingungen angepasst.

Aus dem Inhalt:

  • Prinzip 1: Cyber-Sicherheit als Thema des unternehmensweiten Risiko-Managements verstehen
  • Prinzip 2: Rechtliche Auswirkungen von Cyber-Risiken verstehen
  • Prinzip 3: Grundlegende Cyber-Sicherheits-Expertise erwerben
  • Prinzip 4: Umsetzung geeigneter Rahmenbedingungen sowie Ressourcen für das Cyber-Risiko-Management sicherstellen
  • Prinzip 5: Risikobereitschaft in Abhängigkeit von Geschäftszielen und -strategien definieren
  • 8 Anhänge mit Fragenkatalogen und weiterführenden Ressourcen

Quelle: BSI