Hackerangriff auf Politiker: Analysen laufen

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Das BSI prüft den Fall derzeit in enger Abstimmung mit weiteren Bundesbehörden intensiv. Das Nationale Cyber-Abwehrzentrum hat die zentrale Koordination übernommen. Nach jetzigem Erkenntnisstand liegt keine Betroffenheit der Regierungsnetze vor.

Mehrere Medien haben berichtet, dass zahlreiche Politiker und Personen des öffentlichen Lebens Opfer eines groß angelegten Hackerangriffs. Dokumente und sehr sensible private  von Hunderten deutschen Politikern wurden dabei im Netz veröffentlicht.

Dabei handelt es sich insbesondere um:

  • Kreditkarteninfos
  • Private Chatnachrichten
  • Kopien von Personalausweisen
  • Briefe
  • Rechnungen
  • Einzugsermächtigungen für Lastschriftverfahren
  • Einladungen
  • Adress- und Mitgliederlisten
  • Bewerbungsschreiben für Parteitage
  • Parteiinterne Kommunikation

Dazu weitere Medienberichte:

Wir möchten in diesem Zusammenhang wieder einmal an folgende einfach Grundregeln erinnern, um es Cyberkriminellen möglichst schwer zu machen.

  1. Verwenden Sie ausreichend sichere Passworte (Passwortmanager)
  2. Verwenden Sie niemals gleiche Passwörter für unterschiedliche Dienste
  3. Halten Sie Computer, Handys und (Virenschutz)Software immer aktuell (Updates)
  4. Schalten Sie, falls vorhanden, die Zwei-Faktor Authentifizierung des Anbieters ein
  5. Sichern Sie Ihre Daten regelmäßig auf unterschiedlichen Medien
  6. Kommunizieren Sie wo möglich nur verschlüsselt per Email und Chat
  7. Links in auffälligen E-Mails sollten niemals angeklickt werden
  8. Verwendung von öffentlichen Hotspots nur mit VPN-Software
  9. Prüfen Sie die Zugriffsrechte von installierten Apps und Programmen
  10. Vernichten Sie alte Datenträger und Daten sicher vor Wiederherstellung
Weitere unterstützende Hinweise zum Datenschutz finden Sie in diesen Beiträgen: