2 Millionen Euro Bußgeld für Telemarketing

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Italienischen Datenschutz Aufsichtsbehörde verhängt ein Bußgeld mit 2 Millionen Euro für unerwünschtes Telemarketing gegen ein Unternehmen der Energiewirtschaft.

Die italienische  Aufsichtsbehörde verhängte eine Geldbuße von über 2 Millionen Euro gegen ein Unternehmen, das über ein albanisches Callcenter Telemarketing und Teleselling im Namen eines Unternehmens der Energiebranche unter Verstoß gegen die vor der Europäischen Verordnung geltende Gesetzgebung zum Schutz personenbezogener Daten durchgeführt hatte.

Die Guardia di Finanza, Special Privacy Unit, hatte nach einer Kontrolle festgestellt, dass das Unternehmen nicht nur keine ausreichenden Informationen (Artikel 13 DSGVO) an die kontaktierten Personen weitergegeben hat, sondern auch nicht wie vorgesehen die Zustimmung zur Verarbeitung personenbezogener Daten für Marketingzwecke eingeholt hat. Diese Zustimmung hätte von der Gesellschaft schriftlich festgehalten werden müssen. Diese Verpflichtungen lagen in der Verantwortung des Unternehmens, das als unabhängiger Datenverantwortlicher tätig war, aber nie als solcher aufgetreten war.

Das Unternehmen hatte auf der Grundlage angeblicher Vereinbarungen mit dem Vertrieb  des Energiemanagers das albanische Callcenter angewiesen, potenzielle Kunden telefonisch über vom Callcenter selbst gesammelte Telefonnummern zu kontaktieren, ohne dass die Kontaktliste von den drei an der Werbekampagne beteiligten Beteiligten (Callcenter, Vertrieb und der Vertriebsleiter selbst) bereitgestellt oder validiert wurde. Nach dem ersten Kontakt durch das Call Center wurden die Personen, die sich bereit erklärt hatten, einen Vertrag abzuschließen, vom Unternehmen zurückgerufen.

Die Sanktion, die durch die Kumulation jedes für jeden Einzelnen behaupteten Verstoßes definiert wurde, berücksichtigt auch die Schwere des Verhaltens des Unternehmens, das ein ausgeprägtes Desinteresse an den Datenschutzvorschriften an den Tag legte und deutlich unterschätzt hat welche schwerwiegenden Auswirkungen sich aus der Nutzung von Daten aus dieser Form der Kundengewinnung ergeben können, wenn die Rechtsgrundlagen der Datenerhebung nicht berücksichtig und Informationspflichten nicht eingehalten werden.

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